Schachnovelle lebt! Und ist auf dem Wege nach New York.

„Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet“
(Der verrückte Hutmacher aus Alice im Wunderland).

Ein Jahr ist unsere Schachnovelle nun auf Tour. Sie ist um die ganze Welt gekommen und im Juni zielgerecht im letzten paradiesischen Ort Stefan Zweigs in Petrópolis / Rio angekommen. Doch seit nahezu einem halben Jahr gab es kein Lebenszeichen mehr, und ich fürchtete bereits um ein vorzeitiges Ende.

Am 11. Dezember endlich die erlösende Nachricht von Kristina Michahelles aus Brasilien:

„unserer“ Schachnovelle geht es gut. 
Sie lebt.
 Hat aber eine Odyssee hinter sich, von der ich erst vor 10 Tagen erfuhr.
Das Buch reiste im August von Petrópolis nach Buenos Aires, nachdem es an einer Vorstandssitzung der Casa Stefan Zweig teilgenommen hatte, zwei Wochen an seinem „Geburtsort“ verweilte und in Petrópolis verschiedene Stätten besuchte, u.a. das Doppelgrab im Stadtfriedhof. 
Weil auch Stefan Zweig am Samstag, den 21. Februar 1942 (einen Tag vor seinem Freitod), drei Typoskripte der Schachnovelle in Petrópolis selber zur Zentralpost brachte, wollte ich so gerne auch den Stempel der gleichen Post haben und brasilianische Briefmarken, und habe deshalb den Umschlag auch dort hinbringen lassen.
………
Das Paket, mit unserem liebevoll gemachten Fotoalbum, ist nun vor einem Monat wieder zur gleichen Post zurückgekommen.
(Wollte die Schachnovelle wieder „nach Hause“?).
Der Grund soll eine unstimmige Adresse gewesen sein. 
Ich habe aber die Anschrift von der Bibliothek in Buenos Aires nachgeprüft, ist alles richtig.
Da ich als Absender „Casa Stefan Zweig“ angegeben hatte, war der Bescheid auch dort angekommen – aber ich habe den Umschlag persönlich erst am vergangenen Donnerstag abgeholt, da ich verreist war.
Nun ist das Buch hier bei mir, mit Fotos und allem, was auch vorher drin war. Morgen werde ich es aber jetzt mit DHL an Alberto Manguel versenden, denn ich riskiere nichts mehr mit der offiziellen Post.
Mit viermonatiger Verspätung fährt das Buch jetzt südwärts.
Ich schicke auf alle Fälle jetzt die tracking-Nummer (bei der ersten Sendung hatten wir diese Vorsichtsmassnahme nicht ergriffen)
Mit erleichtertem Herzen, und vielen Grüssen
Kristina Michahelles
Der Reiseplan sah ursprünglich als nächste Station nach Rio  Buenos Aires in Argen-tinien vor. Empfänger sollte Alberto Manguel der berühmte Autor und Direktor der Nationalbibliothek Argentiniens sein. Die Reise der Schachnovelle dorthin hatte sich aber so lange verzögert, dass zwischenzeitlich Alberto Manguel nicht mehr im Dienste der Nationalbibliothek steht, ja sogar nicht mehr postalisch in Buenos Aires anzutreffen ist. (Daher wohl der Rücklauf nach Rio.)
Ich konnte Kristina Michahelles gerade noch die neue Adresse von Alberto Manguel mitteilen, ehe die Schachnovelle erneut auf Irrwege nach Buenos Aires geschickt wurde.
Nun ist das Buch unterwegs nach New York und wird dort Christmas und New Year’s Eve verbringen.
Ein glücklicher und freudiger Jahresabschluss für die reisende Schachnovelle, die dann im Neuen Jahr nur noch wenige Reiseziele vor sich hat.
Nun die kleine Bildergalerie vom Aufenthalt in Petrópolis:
Petropolis_8Petropolis_6
Petropolis_5Petropolis_4Petropolis_2Petropolis_1
Nun kann Weihnachten kommen!
Ich wünsche allen Lesern, Freunden von Stefan Zweig friedvolle und besinnliche Tage!
Leonardo

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