7.2.2018: Schachnovelle macht einen Abstecher; sie ist auf dem Weg nach Leipzig

… und trifft am 9.2.2018 dort ein.

Eigentlich sah der Reiseplan im Buch als nächste Station Zürich vor, doch Hildemar Holl vom ISZG in Salzburg schrieb eine andere Adresse auf das Versandpaket:
zurück nach Deutschland, nach Leipzig, dem Promenadendeck der Bibliophilen schlechthin.
Ein guter Entschluss, denn Leipzig war eine ganz besondere Stadt für Stefan Zweig gewesen. Hier fand er die großen Verlage für die erste Epoche seines Schaffens. Bei Schuster & Loeffler erschien 1901 sein Debüt „Silberne Saiten“, ein schmales Gedichtbändchen. Viele weitere Zweig-Werke editierte Anton Kippenberg vom Leipziger Insel-Verlag. Mit ihm verkehrte Stefan Zweig freundschaftlich. Und Stefan Zweig regte bei Kippenberg die Gründung der Insel-Bücherei an, einer Buchreihe, deren Erfolg bis heute ungebrochen ist. (Quelle Wikipedia).
Dies hatte mich auch bewogen, eine aktuelle Insel-Ausgabe für diese Reise auszuwählen.

Ihre Leipziger Herberge findet die Schachnovelle bei Rainer-Joachim Siegel, ein wohlbekannter Autor und Bibliograph und -wie könnte es anders sein- ein mit Stefan Zweigs Werk sehr Vertrauter.

Schlägt man das maßgebliche Monumentalwerk „Erstausgaben deutscher Dichtung„, zusammengestellt und herausgegeben von Gero von Wilpert und Adolf Gühring (d  e n „Wilpert/Gühring„) auf

2018-02_10_Schachnovelle_Wilpert1_Leipzig - 1

So findet man auf der Seite 1710 den letzten bibliographischen Autoreneintrag, die Erstausgaben-Werke von Stefan Zweig. Am Ende der 158 Einträge ist der Verfasser dieser deutschen Bibliographie von Stefan Zweig zu lesen: R.-J. Siegel.
Damit schließt der WG II.

2018-02_10_Schachnovelle_Wilpert2_Leipzig - 1.jpg

Auf der Seite oben ist unsere Schachnovelle mit der Nr. 146 zu erkennen.

Für die deutsche Erstausgaben-Bibliographie steht der Name Rainer-Joachim Siegel.

Für die internationale Gesamtbibliographie aller Werke und der Sekundärliteratur zu Stefan Zweig steht der Name Randolph J. Klawiter, der sein literarisches Forschungsleben einzigartig Stefan Zweig gewidmet hat, und schon früh (1965) mit der ersten bibliographischen Veröffentlichung begann. 1991 folgte eine viel umfangreichere Neuauflage, dem 1999 noch ein Addendum folgte. 2008 begann Prof. Klawiter die gedruckte Bibliographie in WIKI-Form ins Netz zu stellen.
(Compiled by Dr. Randolph J. Klawiter Department of German and Russian University of Notre Dame Notre Dame, IN 46556.)

Daran arbeitet er auch jetzt noch laufend weiter.

 

2018-02_10_Schachnovelle_Klawiter_Bib - 1 (2).jpg

Das Foto zeigt die „Bibel(n)“ jedes Zweigforschers:
die Ausgabe von 1965 (schwarzer Leinenband oben), die 934 Seiten starke Ausgabe von 1991 (roter Leinenband links) und das Addendum von 1999 (roter Leinenband rechts.).

Professor Klawiter in South Bend, Indiana, ist das endgültige Reiseziel unserer Schachnovelle. Eine würdige Endstation.

Leonardo

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